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Durchaus überzeugend zitiert die Deutsche Gesellschaft für Home-Staging auf ihrer Webseite einen sehr wahren Spruch: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!“ Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Immobilien. Genau darum gibt es Home-Staging (auch House-Staging genannt) als Technik bei der Vorbereitung des Verkaufs oder Vermietens.
Zusammenfassung: Darum kann Home-Staging beim Immobilienverkauf sinnvoll sein
Beim Immobilienverkauf kommt es darauf an, das Haus oder die Wohnung von der besten Seite zu zeigen. Nutzen Sie Home-Staging, um aus leeren Immobilien eine angenehm eingerichtete Kulisse für den perfekten Verkauf zu gestalten. Das steigert die Chancen auf einen Abschluss zu einem guten Preis.
Was ist Home-Staging?
Der Begriff ist nicht gut übersetzbar und bedeutet so viel wie „Heim-Inszenierung“. Konkret heißt das: Durch eine Mischung aus Verkaufstechnik und Innenarchitektur wird eine Immobilie in einem kürzeren Zeitraum und mit mehr Erlös als mit konventionellen Methoden verkauft.
Der entscheidende Punkt ist die Innenarchitektur, die genau auf den Verkaufsprozess ausgerichtet ist und die Abschlusswahrscheinlichkeit steigert. Die Immobilie bekommt mehr Flair und spricht möglichst breite Kreise potenzieller Käufer an. Auf diese Weise konnte schon manche Immobilie plötzlich erfolgreich verkauft werden, die lange als unverkäuflich galt.
Was leistet Home-Staging ganz konkret?
In der Praxis wird bei der Besichtigung keine leere Immobilie präsentiert, sondern vorher eine zurückhaltende und spartanische Inneneinrichtung platziert, die eine positive Atmosphäre schafft und einen möglichen Einrichtungsstil präsentiert. Dabei kommen teilweise sogar Pappmöbel zum Einsatz, denn es geht nur um einen visuellen Effekt.
Oft beginnt das erst einmal mit Aufräumen, Putzen und Streichen der Wände. Die meisten Home-Staging-Experten bieten an, alle notwendigen Handwerksarbeiten zu organisieren und zu koordinieren.
Dann geht es darum, Licht und Atmosphäre zu schaffen. Mag banal klingen, aber die Fakten sprechen für sich: Etwa 20 Prozent aller Menschen können sich einen Raum, den sie zum ersten Mal betreten, nicht mit einer anderen Einrichtung vorstellen als der, die sie gerade sehen. Anderen wiederum fällt es schwer, die Dimensionen eines Raums zu erfassen, wenn er komplett leer ist. Da sind Profis gefragt. Die finden Sie in der Nähe oder über den Verband www.dghr-info.de, der ein deutschlandweites Anbieterverzeichnis sowie viele nützliche Tipps rund um das Thema bietet.
Ist Home Staging nachweisbar erfolgreich?
Die Antwort auf Fragen nach nachweisbaren Erfolgen lautet definitiv: Ja! Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e. V. ist ein großer Berufsverband und gibt regelmäßig Statistiken in Auftrag, um die Arbeit ihrer Mitglieder und deren Leistungen zu dokumentieren.
Die Statistiken belegen klar, dass sich der Einsatz von Home Staging lohnt: In den meisten Fällen kann der angestrebte Verkaufspreis erzielt oder sogar übertroffen werden. Eigentlich ist dieser Erfolg ganz logisch: Die Vorstellung, eine Immobilie erst noch renovieren zu müssen, schreckt viele Käufer gleich ganz ab - oder gibt ihnen einen Grund, Preisreduzierungen zu verlangen. Durch saubere, schön eingerichtete Räume steigt die Bereitschaft, den verlangten Preis zu zahlen.
Home-Staging: Selbst machen oder Experten beauftragen?
Bei einer Besichtigung entscheiden nur wenige Sekunden darüber, ob sich der potenzielle Käufer in einer Immobilie wohl und vielleicht sogar zuhause fühlt. Das bedeutet, dass eine Immobilie, die von außen wenig einladend wirkt, von innen lieblos, kalt und/oder schmutzig aussieht, schlecht riecht und dunkel ist, weniger Verkaufschancen hat als ein Objekt mit einem Ambiente, von dem sich eine Mehrheit der Kaufinteressenten angesprochen fühlt.
Um feststellen zu können, was das genau ist, ist Erfahrung erforderlich. Handwerkliches Wissen und Können, gute Kontakte und ein sicheres Stilempfinden – nicht zuletzt ein Fundus von Präsentationsmöbeln. Das alles haben professionelle Dienstleister.
Dazu gehören beispielsweise Dinge wie eine zu den Räumen passende Farbgebung oder der Einsatz optimaler Lichtquellen, um Raumgröße und Funktionalität der Räume besser erkennbar zu machen. Die meisten Experten arbeiten mit Leihmöbeln – und können so aus einem großen Fundus genau das Richtige in Ihrer Wohnung, Ihrem Haus platzieren. So entsteht innerhalb kürzester Zeit eine vorzeigbare Immobilie.
Weitere Vorteile von Home-Staging
So entsteht noch ein Zusatzeffekt: Denn Sie benötigen für den Verkauf Ihrer Immobilie gute Fotos. Nutzen Sie Home-Staging dazu, schön dekorierte Räume ablichten zu können. Dabei entstehen gute Raumeindrücke, einladende Bilder mit viel Licht und Atmosphäre und auch ein paar Detailaufnahmen. Wählen Sie die besten davon für Ihr Immobilien-Exposé aus. Damit steht die Reihenfolge für einen erfolgreichen Immobilien-Verkauf eigentlich schon fest: Erst Home-Staging, dann Fotos machen, dann das Immobilien-Exposé erstellen. Manche Dienstleister bieten übrigens die „Objektfotografie“ mit an.
Mit diesem Vorgehen erreichen Sie problemlos genau die Käufer, die Ihre Immobilie zu schätzen wissen. Vorausgesetzt, die erstrahlt im bestmöglichen Licht. Und genau dabei hilft Home-Staging – gleich, ob Sie das nun selbst machen oder bei einem Profi in Auftrag geben.
Geschrieben von
Michael Weber
Seit vielen Jahren schreibt der Online-Redakteur über Immobilienthemen. Dabei legt er Wert auf Fakten, Relevanz für die Zielgruppe und eine möglichst einfache Sprache.
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Hinweis
Die hier veröffentlichten Informationen sind gut recherchiert. Sie können aber trotz großer Sorgfalt lückenhaft, veraltet oder fehlerhaft sein und ersetzen keine individuelle Beratung durch zum Beispiel Steuerfachleute oder Anwälte. Bitte wenden Sie sich mit individuellen Fragen an entsprechende Fachleute.
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