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Der Besichtigungstermin beim Vermieten

Auf dem Weg zum Vermieten Ihrer Wohnung haben Sie ein Inserat geschaltet und eine Vorauswahl an Interessenten getroffen. Vielleicht haben Sie sogar schon Einkommensverhältnisse und Bonität geprüft und eine freiwillige Selbstauskunft erhalten. Nun steht der nächste große Schritt an: der Besichtigungstermin. Für diesen möchten wir Ihnen ein paar Tipps und Erfahrungen mitgeben.

Bereiten Sie sich vor: Informationen und Daten bereithalten

Sie werden bei der Besichtigung nicht nur selbst Fragen stellen. Die Interessenten werden ihrerseits Fragen haben. Bereiten Sie sich daher gut vor. Erstellen Sie eine Liste von allen Personen, die Sie eingeladen haben. Halten Sie das Exposé bereit. Notieren Sie noch einmal alle relevanten Daten zur Wohnungsgröße, Miete, Nebenkosten, Einzugstermin usw. Beschaffen Sie sich gegebenenfalls Vordrucke für eine freiwillige Mieterselbstauskunft, die Sie beim Besichtigungstermin aushändigen können. So gehen Sie sicher, dass Sie alles parat haben. Denken Sie auch daran, alle Schlüssel mitzunehmen. Vergessen Sie nicht, für einen Zugang zu Dachboden, Keller oder Hinterhof zu sorgen.

Ist die Wohnung oder das Haus noch vermietet, sind selbstverständlich alle Termine mit den aktuellen Mietern abzusprechen. Es ist zudem ratsam, mögliche Mieterwünsche abzufragen wie das Ausziehen der Straßenschuhe.

Planen Sie Zeit für den Besichtigungstermin ein

Der vielleicht wichtigste Punkt: Planen Sie Zeit ein. 20 bis 30 Minuten sollten Sie pro Wohnungsbewerber ungefähr kalkulieren. In dieser Zeit können Sie die Person kennenlernen, gezielte Fragen stellen und einen ersten intensiveren Eindruck erhalten. Fragen Sie zum Beispiel noch einmal nach den Gründen für den Umzug, nach der Arbeit und dem Einkommen, klopfen Sie auch „schwierige Hobbys“ wie Musizieren oder Tierhaltung ab. Fragen Sie, wie viele Personen einziehen werden. Nennen Sie Eckpukte der Hausordnung, speziell Kehrdienste. Durch die Antworten bekommen Sie ein gutes Bild, ob der Mietinteressent in die Mietergemeinschaft passt.

Besser keine Gruppenbesichtigungen („Open-House-Termine“)

Sogenannte „Open-House-Termine”, unter Interessenten eher Gruppentermine oder auch „Massenbesichtigungen” genannt, sollten Sie aus unserer Sicht nur im äußersten Notfall ansetzen. Weder für Sie noch für den Mieter ist das eine gute Grundlage, um herauszufinden, ob die drei Parteien, Vermieter, Immobilie und Mieter zusammenpassen. Sie können weder gezielt Fragen stellen, noch die gewünschten Auskünfte in erforderlicher Ausführlichkeit geben. Nicht zuletzt möchte nicht jeder „vor Publikum“ über persönliche Beweggründe oder Einkommensverhältnisse sprechen. Solche Gruppentermine sollten Sie nur im Notfall wie bei extremer Zeitknappheit in Erwägung ziehen.

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre

Es gibt bei der Vermietung unserer Ansicht nach kaum etwas Wichtigeres als ein gutes Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter. Wir raten daher dringend dazu, bereits diese Termine auch für die Interessenten angenehm zu gestalten. Für viele ist ein Umzug ein Stressfaktor und die Besichtigung keine Alltäglichkeit. Daher ist die Anspannung oft groß.

Ein respektvoller, höflicher Umgang, eine gute Vorbereitung und Pünktlichkeit sind daher aus unserer Sicht unabdingbar. Sehen Sie den Besichtigungstermin als Kennenlernen, nicht als Auswahl für die Vermietung. Freundliche, zuverlässige, rücksichtsvolle und ehrliche Menschen, also die perfekten Mieter, wissen ein angenehmes Gespräch auf Augenhöhe mit einem gut informierten Vermieter sehr zu schätzen! Wenn es Ihnen gelingt, das auszustrahlen, bauen Sie Spannungen ab und lernen die Mietinteressenten besser kennen. Das ist ein Pluspunkt bei der nach dem Besichtigungstermin folgenden Mieterauswahl.

Spanne für die Entscheidung festlegen

Am Ende des Besichtigungstermins sollten Sie mit dem Interessenten verbindlich klären, bis wann Sie eine Entscheidung benötigen. Die Bewerber können so noch etwas überlegen, ob sie die Wohnung oder das Haus wirklich mieten möchten. Erst danach sollten Sie entscheiden, um sich alle Optionen offenzuhalten. Achten Sie bei Ihrer Entscheidung darauf, dass die meisten Mietinteressenten noch eine Kündigungsfrist haben. Um doppelte Mietzahlungen zu vermeiden, sollten Sie nicht bis zum nächsten Monatswechsel warten.

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