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Ein perfekter Text für das Exposé – so beschreiben Sie Ihre Immobilie

Inhaltsverzeichnis

Der Beschreibungstext Ihres Exposés ist, neben der Überschrift und den Fotos, die erste Informationsquelle, die Sie Interessenten bieten können. Darum ist er extrem wichtig. Wir erläutern Ihnen hier Schritt für Schritt, wie Sie ihn am besten schreiben.

Zusammenfassung: So schreiben Sie einen Text für Ihr Exposé und Inserat

Der Text im Exposé ist ein wichtiger Motor, um Aufmerksamkeit zu wecken und Interessenten zu überzeugen. Folgen Sie den logischen Schritten. Denken Sie erst nach, schreiben Sie dann einen zielgruppengerechten Text. Kürzen Sie schließlich alles auf das Wesentliche zusammen. Lassen Sie nun mindestens eine Person den Text kontrollieren, bevor Sie ihn im Kundenaccount speichern und am Ende veröffentlichen.

Was soll der Text im Exposé erreichen?

Während der Platz in Tageszeitungen extrem klein ist, stehen Ihnen auf Seiten der Immobilienportale große Flächen zur Verfügung. Nutzen Sie diese, indem Sie einen emotional ansprechenden, den Tatsachen entsprechenden und informativen Text zur Immobilie verfassen. Die maximale Gesamtlänge ist vom jeweiligen Portal abhängig.

Eine gute Präsentation kann bares Geld wert sein. Aber vermeiden Sie Übertreibungen und Superlative („das Größte“ „das Schönste“). Das wirkt unglaubwürdig und unseriös. Überzeugen Sie besser durch Fakten.

Der Text soll die Vorteile Ihrer Immobilie ins beste Licht stellen - aber natürlich nichts Relevantes verschweigen. Daher sollten alle Informationen und wichtigen Angaben enthalten sein. Gleichzeitig können Sie durch gezielte Formulierungen die passende Zielgruppe ansprechen und so das Interesse bei den „richtigen“ Interessierten wecken. So filtern Sie das Interesse vor und es kommt zu weniger unnötigen Besichtigungen. Am Ende soll der Text aber vor allem eins: Die Vermarktung durch ansprechende und umfassende Angaben unterstützen. Und so gehen Sie vor.

Schritt 1: Vorüberlegungen, die das Schreiben des Exposé-Textes erleichtern

Schreiben Sie erstmal noch gar nichts, sondern machen sich bestenfalls Notizen. Kernfrage ist: Was ist das Besondere, das Unverwechselbare der Immobilie, die Sie verkaufen oder vermieten wollen? Erstellen Sie eine Art Rangfolge: die allerwichtigsten Punkte, die im Mittelfeld und das, was Sie erwähnen wollen, aber nicht für ganz so wichtig halten. Das sind sozusagen die Kernpunkte der Immobilie selbst.

Dazu gehört aber immer noch eine zweite Frage, die ist mindestens genauso wichtig, darum sollten Sie die fest in Ihrem Hinterkopf verankern: Für wen ist diese Immobilie besonders geeignet? Und wie sprechen Sie diese Menschen am besten an? Was ist für genau diese Zielgruppe besonders interessant? Was ist einer Familie mit Kindern wichtig, was sind die Vorteile einer Immobilie für ältere Menschen? Durch diese Überlegungen kristallisieren sich Schwerpunkte aus den Besonderheiten der Immobilie und dem Nutzwert für Ihre wichtigsten Zielgruppen heraus. Genau um die geht es. Die sollten Sie jetzt schriftlich festhalten. Dann geht es zu Schritt 2.

Schritt 2: Schreiben Sie einfach!

Wenn Sie kein guter Texter sind, bitten Sie Familienangehörige oder Bekannte um Unterstützung oder nutzen Sie KI-Werkzeuge. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu suchen. Niemand muss alles perfekt beherrschen!

Vorweg: Versuchen Sie bitte nicht, Ihren Text zu formatieren. Alle Immobilienportale filtern Textformatierungen mehr oder weniger stark. Beschränken Sie sich auf Zeilenumbrüche. Aber nun zum Schreiben selbst

Sie können sich einen „dramaturgischen Plan“ ausdenken. Der könnte von außen nach innen gehen: Erst die Umgebung: Wo liegt die Immobilie? Dann das Gebäude: Wann gebaut, wie erhalten, wann zuletzt renoviert? Dann die Wohnung, der Haus-Innenraum: Wie ist der Raum aufgeteilt, woraus sind Böden, Decken, Wände, wie ist die Isolierung der Fenster, welche Abstellräume gibt es? Garage vorhanden, wann wurde das Dach zuletzt gedeckt, was sagt der Energieausweis? Damit haben Sie eine Menge Fakten.

Tipp: Schaffen Sie Highlights! Ist der Blick vom Balkon besonders schön? Beschreiben Sie ihn (ansprechend, aber ohne Superlative!).

Ihr „dramaturgischer“ Plan könnte aber auch auf die Interessen Ihrer Zielgruppe zugeschnitten sein. Sind es Familien mit Kindern? Dann starten Sie mit einem eher nüchternen Satz: „Wohnung mit X Zimmern in Y“. Und gehen dann gleich zu den Vorteilen für Familien: Anzahl möglicher Kinderzimmer, Spielplatz in der Nähe, Entfernung zu Kita und Schule, Anbindung an den ÖPNV. Jetzt muss der Text ein bisschen springen, denn Sie haben ja noch lange nicht alles über die Immobilie erzählt. Dabei könnten Sie beispielsweise auf Ihre Bilder verweisen: „Wie unschwer auf den Fotos zu erkennen ist, …“

Das Prinzip dahinter ist: Versuchen Sie, Menschen in Ihren Text zu ziehen! Aber bleiben Sie ehrlich und verzichten Sie auf Maklerprosa.

Schritt 3: Eindampfen, denn in der Kürze steckt die Würze!

Vermutlich ist Ihr Text jetzt ziemlich lang. Das ist zwar umfassend, aber schreckt vom Lesen ab. Sie möchten aber wichtige Details transportieren. Diesen Gegensatz lösen Sie so auf: Streichen Sie im nächsten Schritt Füllwörter. Zu viele Adjektive sind auch nicht gut – höchstens einmal „hübsch“, nicht mehr als zweimal „schön“, möglichst nicht in zwei Sätzen hintereinander gleiche Begriffe verwenden. Bilden Sie eher kurze als lange Sätze, vereinfachen Sie Sätze und Inhalte. Streichen Sie alles, was nicht erforderlich ist oder doppelt vorkommt. Aber: Abkürzungen sind auch nicht optimal. Verzichten Sie besser auf „bspw.“, „ggf.“, „TG“ oder „ELW“.

Noch einmal zur Erinnerung: Bleiben Sie lieber sachlich. Wenn der richtige Interessent kommt, begeistern die Fakten. Beim Kürzen denken Sie daran: Machen Sie neugierig! Das gelingt manchmal besser durch Weglassen als durch Ausformulieren.

Schritt 4: Kontrollieren Sie noch einmal den Inhalt des Textes für das Exposé

Jetzt folgt die wichtigste Frage: Sind wirklich alle Fakten und Daten enthalten? Haben Sie alles erwähnt, keine Mängel verschwiegen? Sehen Sie bitte auch noch einmal Ihre Notizen aus Schritt 1 an: Sind alle Vorteile für die Zielgruppe genannt? Werden die Besonderheiten der Immobilie ausreichend gewürdigt? Liest sich der Text ansprechend, macht er neugierig? Perfekt!

Schritt 5: Der Blick von außen – was sagen andere zu Ihrer Immobilienbeschreibung?

Bitten Sie mindestens eine Person – besser mehrere –, Ihren fertigen Text gegenzulesen: Wie wirkt er? Ist er fehlerfrei? Fehlt etwas? Ist irgendwo etwas zu viel, zu „dick aufgetragen“? Ist alles auf Anhieb gut verständlich? Macht es neugierig?

Zur Sicherheit sollten Sie auch noch ein Rechtschreibprogramm über den Text laufen lassen. Manche bieten sogar Hilfe bei der Zeichensetzung an. Das rentiert sich, denn fehlerhafte Texte lassen sich viel schwerer lesen als fehlerfreie.

Wichtiges Prinzip hier: Sobald jemand auch nur eine Sekunde stutzt, einen Satz zweimal lesen muss, stimmt etwas mit dem Text noch nicht so ganz.

Schritt 6: Tragen Sie den Text in das Formular ein und speichern Sie das Exposé

Jetzt können Sie den Text von Ihrem PC in das Textfeld des Immobilienportals kopieren. Der Originaltext bleibt dabei auf Ihrem PC, Sie können ihn später noch einmal nutzen, vielleicht mit leichten Variationen und Ergänzungen. Beispielsweise, wenn es darum geht, Interessenten bei Besichtigungsterminen Informationsmaterial zu überlassen. Wenn Sie den Text mit dem Formular gespeichert haben, prüfen Sie in der Voransicht, ob noch Nachbesserungen erforderlich sind.

Nutzen Sie eine aussagekräftige Überschrift für das Exposé

Was online jetzt noch fehlt, ist ein wichtiger Bestandteil: die Überschrift zu Ihrem Exposé. Rücken Sie den größten Vorteil Ihres Objekts in den Fokus! Machen Sie neugierig, animieren Sie dazu, das gesamte Exposé aufzurufen! Denken Sie aber bitte daran, dass allein schon wegen der Ansichten in Listen mit vielen Inseraten für lange Überschriften kein Platz ist und daher erneut Kürze gefragt ist.

Wenn Sie eine Immobilie zu verkaufen haben, empfiehlt es sich, Hinweise wie „provisionsfrei“ oder „Privatverkauf“ in der Überschrift zu verwenden. Das garantiert Ihrer Immobilie schon eine Sonderstellung, die sicher Interesse hervorrufen wird! Denn bei uns werden Angebote ja auch auf andere Portale übertragen – und die bieten überwiegend Maklerangebote an.

Achtung: Bei Mietangeboten sind Worte wie „provisionsfrei“ aus Wettbewerbsgründen nicht erlaubt. Nutzen Sie stattdessen „von privat“ oder ähnliche Begriffe.

Schritt 7: Im Finale veröffentlichen Sie das Exposé bzw. Ihre Immobilienanzeige

Prüfen Sie ein letztes Mal alle Details. Ist wirklich alles perfekt? Liegen alle anderen Daten und Dateien wie Fotos usw. vor? Dann veröffentlichen Sie jetzt Ihren Text. Sie starten damit die öffentliche Vermarktung.

Übrigens: Was einmal online ist, können Sie zumindest bei ohne-makler jederzeit ändern. Das ist ein weiterer Service, den wir Ihnen bieten: Änderungen kosten nichts und werden auch auf alle anderen, von Ihnen gebuchten Portale automatisch übertragen.

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Die Redaktion von ohne-makler aktualisiert regelmäßig den Bereich Magazin und Ratgeber, prüft Fakten, recherchiert aktuelle Entwicklungen am Immobilienmarkt und setzt Empfehlungen unserer Experten in Textform um.

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