Pfandbriefbanken: Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen
Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat Daten zum Immobilienmarkt 2025 vorgelegt. Demnach sind die Preise für Wohnimmobilien im Jahresverlauf um 4,2 überdurchschnittlich gestiegen. Preistreiber sind insbesondere Mehrfamilienhäuser. Was bedeuten diese Zahlen für Eigentümer und Käufer?
Preise für Wohnimmobilien 2025 überdurchschnittlich gestiegen
Der vdp veröffentlicht regelmäßig einen Immobilienpreisindex, der in verschiedene Bereiche wie Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien (Einzelhandel und Büros) untergliedert ist. Die Preisentwicklung am Markt fließt in den Index ein. Im vergangenen Jahr sind die Preise am Markt insgesamt um durchschnittlich vier Prozent gestiegen. 2024 betrug der Anstieg nur 1,8 Prozent.
Allerdings sind die Preissteigerungen unterschiedlich verteilt. Die Preise für Gewerbeimmobilien sind um 3,5 Prozent geklettert. Wohnimmobilien sind um 4,2 Prozent teurer geworden und legten davon im letzten Quartal 2025 um ein Prozent zu. Einen großen Preissprung gab es im Segment der Mehrfamilienhäuser, die den Durchschnitt nach oben trieben. Diese Immobilienklasse war Ende 2025 um 5,3 Prozent teurer als noch Ende 2024. Selbstgenutzte Wohnimmobilien dagegen sind „nur“ um drei Prozent teurer geworden.
Der Trend zeigte sich bereits zuvor in anderen Erhebungen wie die vom Statistischen Bundesamt. Die Daten belegen damit einen positiven Markttrend für Immobilien.
Top-7-Städte mit überdurchschnittlichem Preisanstieg
Anders als in anderen Berichten hat der vdp einen besonders großen Preisanstieg für Wohnimmobilien in den sieben großen deutschen Städten verzeichnet. Der Anstieg im Jahresverlauf 2025 betrug 4,7 Prozent, also einen halben Prozentpunkt mehr als im Bundesschnitt. Besonders stark steigen die Preise mit 5,7 Prozent in Frankfurt, während diese in Stuttgart nur um 2,2 Prozent kletterten.
Renditen für vermieteten Wohnraum sinken
Obwohl die Immobilienpreise gestiegen sind, verzeichnete der vdp für 2025 sinkende Renditen für Wohnimmobilien. So sind nach den Daten des Verbandes die Mieten für neue Verträge in Mehrfamilienhäusern um 3,5 Prozent gestiegen. Dadurch entsteht eine Renditelücke von 1,7 Prozent. Das heißt: Das Vermieten ist aktuell etwas weniger lukrativ als noch Ende 2024.
Das hat Auswirkungen auf den Markt. Kauf und Neubau sind weniger attraktiv. Zugleich bedeutet eine niedrigere Rendite ein potenziell größeres Risiko für Ausfälle von Kreditraten. Der Verband fordert daher staatliche Bürgschaften. Diese könnten die Baukredite absichern und für eine deutliche Belebung beim Bauen sorgen. Durch den Nachfrageüberhang in den meisten Regionen sei das Risiko für den Staat sehr gering, solche Bürgschaften würden aber zugleich schneller zu mehr Bauaktivitäten führen.
vpd-Index basiert auf anderen Daten
Der Verband deutscher Pfandbriefbanken ist einer der Spitzenverbände der Deutschen Kreditwirtschaft. Die Mitglieder finanzieren Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie staatliche Gebietskörperschaften und deren Institutionen. Die Berechnung des vdp-Index fußt auf Transaktionsdaten, bei denen Mitglieder des Verbandes die Kaufsummen mitfinanziert haben. Durch diese andere Ausrichtung beinhalten die Daten zum einen nur einen Teil des Marktes, zum anderen zeichnen diese aber die tatsächlichen Preisbewegungen besser nach. Denn es handelt sich nicht um Angebots-, sondern um tatsächliche Verkaufspreise.
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