Aktuelle Daten: mehr Baugenehmigungen
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat aktuelle Daten zu erteilten Baugenehmigungen veröffentlicht. Diese sehen einen Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahr. Allerdings bleiben die Werte weiterhin deutlich unter denen aus den Jahren 2016 bis 2022. Was heißt das für Eigentümer und Käufer?
Aufwärtstrend beim Bauen
Die Auswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt eine Belebung am Bau. Demnach wurden 2025 von Januar bis August bereits 122 000 Wohnungen genehmigt. Das sind 8.600 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum und entspricht einer Steigerung um 7,6 Prozent.
Allerdings ist dieser Zuwachs ungleich auf die verschiedenen Gebäudetypen verteilt. So gab es 15,5 Prozent mehr Genehmigungen für Einfamilienhäuser (insgesamt 29.300), aber 5,3 Prozent weniger Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser (insgesamt 8.200). Bei den für den Mietmarkt wichtigen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl um 4,9 Prozent auf insgesamt 79.100 Wohnungen. Hinzu kommen 2.800 (- 18,5 Prozent) neue Wohnungen in Nichtwohngebäuden. Dabei handelt es sich unter anderem um Hausmeisterwohnungen. Im Bestand wurden durch Umbau 26.400 neue Wohnungen genehmigt, was einem Anstieg um 5,2 Prozent entspricht.
Die Zahlen bestätigen den Trend der Baugenehmigungszahl aus dem ersten Quartal. Demnach betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum in den ersten drei Monaten 4,1 Prozent. Zwischen 2016 und 2022 lag die Anzahl der Baugenehmigungen jedoch um rund 50 Prozent höher.
Höhere Kosten drücken die Stimmung
Es gibt negative Einflüsse am Markt, die noch bessere Zahlen verhindern. Denn die Baukosten sind ebenfalls weiter gestiegen. Im August 2025 lagen sie um 3,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Während die Rohbauarbeiten nur 2,2 Prozent höher lagen, stiegen die Kosten für andere Arbeiten überdurchschnittlich stark: Dachdeckeraufträge waren 4,4 Prozent teurer als im Vorjahr, Zimmer- und Holzbauarbeiten 4,7 Prozent höher und die Kosten für Erdarbeiten legten um 3,1 Prozent zu.
Bei den Ausbauarbeiten (+ 3,6 Prozent) spielen weitere Bereiche überdurchschnittlich preissteigernd hinein. So kostete der Einbau von Heizanlagen und Warmwasserversorgung wie zum Beispiel Wärmepumpen im August 2025 4,4 Prozent mehr. Die Installation von Elektro- und Kommunikationsanlagen war 5,1 Prozent teurer.
Effekte auf den Immobilienmarkt
Beide Trends, Baugenehmigungen und Baukosten, treffen auf ein inzwischen verbessertes Zinsumfeld. Dennoch sind die Errichtungs- und Finanzierungskosten in Kombination ein Bremsklotz für private Bauherren. So steigen zum Beispiel die Gesamtdarlehenskosten durch eine geringere anfängliche Tilgung, weil sich Privatleute kaum höhere Raten leisten können. Die Anzahl der Neubauten ist daher weiterhin zu niedrig.
Diese Gesamtlage stützt die Immobilienpreise vielerorts. Speziell energetisch sanierte und neue Immobilien haben das Potenzial zu Wertsteigerungen, was für Verkäufer vorteilhaft ist. Zugleich kann der Zuwachs der Baugenehmigungen den Anstieg der Mieten nicht bremsen, sodass sich speziell in Ballungsräumen die Mietkosten tendenziell weiter erhöhen werden.
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