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Hannover und Umland sind deutlich teurer geworden

Die niedersächsische Landeshauptstadt mit ihren aktuell knapp 515.000 Einwohnern ist nicht nur das unumstrittene politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Bundeslandes mit dem stolzen Schimmel im Wappen, sie ist auch ein wichtiger Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg, die mit ihren zahlreichen und erfolgreichen Unternehmen aus vielen Branchen, großflächigen Industriestandorten sowie renommierten Universitäten und Hochschulen in den letzten Jahren eine stark ausgeprägte Nachfrage nach Immobilien aller Art erlebt. Attraktive Arbeitsplätze in dicht beieinander liegenden und gut vernetzten Städten inmitten einer dennoch grünen und naturnahen Umgebung sorgen für viel Zuzug, was nicht nur in Hannover selbst, sondern auch in der umliegenden, einem Landkreis entsprechenden gleichnamigen Region und deren Städten Gehrden, Garbsen, Hemmingen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Ronnenberg, Sehnde und Seelze teilweise zu einem deutlichen Preisanstieg geführt hat. Sogar in noch weiter entfernten, aber potenziell für Pendler interessanten Städten wie zum Beispiel Peine, Gifhorn, Celle, Nienburg/Weser, Göttingen, Salzgitter und Hildesheim ist dieser „Hauptstadtpreissteigerungseffekt“ der Leinestadt inzwischen spürbar. Dort liegen die Immobilienpreise zwar jeweils im Durchschnitt durchweg unter demjenigen in Hannover (aktuell ca. 2.300 Euro/m²), nichtsdestotrotz kam es auch dort überall zu kräftigen Steigerungen sowohl bei Haus- als auch Wohnungspreisen. Alleine im dritten Quartal 2013 entwickelte sich der Wohnungsmarkt in Hannover schwungvoll und erreichte mit fast 16 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen größeren Anstieg als Hamburg, Berlin und Dresden.

In guten Lagen liegen die Preise für Wohnungen und Häuser oft über 3000 Euro/m²

Der weiter oben bereits erwähnte Durchschnittspreis von Immobilien in Hannover in Höhe von ca. 2.300 Euro/m² wird aber sowohl bei Häusern als auch Wohnungen in manchen Lagen und Stadtteilen noch deutlich übertroffen. So beispielsweise in Isernhagen-Süd mit über 3.800 Euro/m², in Waldheim mit über 3.700 Euro/m², in der Nordstadt mit über 3.300 Euro/m², in Kirchrode mit gut 3.200 Euro/m², in der Südstadt mit knapp 3.000 Euro/m² und in der Oststadt mit fast 2.800 Euro/m². Auch im zentralen Stadtteil Mitte innerhalb des Cityrings rund um die Brühlstraße, das Leibnizufer, den Friedrichswall, den Aegidientorplatz, die Marienstraße, die Hamburger und die Berliner Allee, die Arndtstraße, die Schloßwenderstraße und den Königsworther Platz, werden mittlerweile fast 2.500 Euro/m² für Wohnungen aufgerufen. Bei Häusern ist das städtische Bild ein nahezu identisches, auch hier sind die Preise vor allem für Häuser mit um die 100 bis 150 m² Größe seit 2011 deutlich gestiegen. Zu den teuersten Hannoveraner Quartieren für freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Doppelhaushälften gehören Groß-Buchholz mit über 3.600 Euro/m², Kirchrode mit annähernd 3.000 Euro/m², Linden-Nord mit fast 2.800 Euro/m², Isernhagen-Süd, Bothfeld und List mit je um die 2.700 Euro/m² sowie Bemerode, Döhren, Sahlkamp, Südstadt und Davenstedt mit Preisen zwischen ca. 2.200 bis 2.400 Euro/m².

In den Randbezirken und im Altneubau gibt es mitunter noch günstige Angebote

Günstigere Eigentumswohnungen im Stadtgebiet von Hannover mit aktuellen Preisen zwischen ca. 750 bis 1.500 Euro/m² finden sich vereinzelt hingegen noch in Leinhausen, Herrenhausen, Marienwerder, Vahrenwald, Groß-Buchholz, Ricklingen, Davenstedt, im Heideviertel und in Oberricklingen. Nicht selten liegen diese Wohnungen mit oft einfacher Bausubstanz aber in größeren Siedlungen mit Mehrfamilienhäusern und Blockrandbebauung aus der Wiederaufbauzeit zwischen den 1950er und 1970er Jahren. Bei Häusern ist die Auswahl an eher preiswerten Objekten in Hannover noch weiter eingeschränkt, für Preise zwischen ca. 1.800 bis etwa 2.100 Euro/m² findet man allenfalls und nur mit etwas Glück in Ahlem, Mittelfeld, Wülferode, Lahe, Badenstedt, Misburg-Nord und Misburg-Süd, am Nordhafen, in Oberricklingen, Stöcken, Wettbergen und Vahrenheide annehmbare Häuser verschiedener Baujahre. Angesichts der fast durchgängig zweistelligen prozentualen Steigerungen bei den Mieten wie bei den Quadratmeter-Kaufpreisen für Wohnungen und Häuser sowohl in Hannover selbst als auch dessen Umland in den letzten Jahren rechnen die meisten Marktbeobachter und Immobilienexperten momentan jedoch eher mit einer mittelfristigen Stabilisierung im Preisgefüge. Andererseits gibt es auch einige Stimmen, die zu recht darauf verweisen, dass die Bewohnerzahl der Stadt seriösen Prognosen zufolge bei begrenztem Wohnraum trotz der jetzt verstärkt einsetzenden kommunalen Wohnbauinitiative und damit auch die Nachfrage sowie die Preise weiter wachsen werden. Auch der ebenfalls bereits bestehende und weiter absehbare Mangel an preiswerten Wohnungen, bedingt durch nur wenige Bauvorhaben für niedrigpreisige Wohnungen, wird sich somit in Hannover vermutlich weiterhin verschärfen.


Short facts Hannover Immobilien:

- Die Immobilienpreise sind seit 2011 im zweistelligen Prozentbereich gestiegen
- Davon waren auch fast alle Nachbarstädte und Landkreise im Umland betroffen
- In sehr guten Lagen ist das Preisniveau fast schon so hoch wie in Hamburg
- Günstigen Wohnraum gibt es mitunter noch an den Stadträndern und im Altneubau
- Dabei handelt es sich häufig um Mehrfamilienhäuser mit einfacher Bausubstanz
- Immobilienexperten gehen momentan von einer mittelfristigen Preisstabilisierung aus
- Kritische Stimmen befürchten weiteren Anstieg wegen des Bevölkerungswachstums